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Moderation: 50 Jahre 1968. War da was?

6.10.18

Kaum ein anderes Jahr ist im kollektiven Gedächtnis Deutschlands mit so viel Bedeutung ausgestattet wie 1968: Studentenproteste, gesellschaftlicher Wertewandel, frischer Wind gegen die verkrusteten Strukturen und Kampf gegen die Spuren des Nazi-Regimes im öffentlichen Leben.

Doch auch der kritische Blick auf die Bewegung ist in den letzten Jahren verschärft worden: Der Vorwurf eines repressiven Frauenbilds und der Missachtung vorangegangener Befreiungsversuche in den 50er und 60er Jahren haben am Image der 68er gekratzt.

Im CARTA-Salon soll es daher darum gehen, wie ein faires Bild gegenüber den 68ern und ihren Verdiensten aussehen kann: Welchen Anteil haben sie selbst an ihrer eigenen Mythologisierung? Sind sie längst Geschichte oder prägen sie auch weiterhin den Diskurs der Gegenwart? Und wie sah 1968 eigentlich am Rhein aus – ist dem alten Spottvers “Berlin brennt, Köln pennt” wirklich zu trauen?

Über diese und andere Fragen diskutieren:

Claus Leggewie, Migrations- und Demokratieforscher, Autor des im April 2018 erscheinenden Bandes 50 Jahre ‘68. Köln und seine Protestgeschichte |

Ulrike Winkelmann, Redakteurin Deutschlandfunk, Abteilung Hintergrund |

Heinz Bude, Professor für Makrosoziologie an der Universität Kassel, Autor von Adorno für Ruinenkinder – Eine Geschichte von 1968 |

Moderation: Leonard Novy, Institut für Medien- und Kommunikationspolitik

 

EINTRITT FREI – Um telefonische Anmeldung unter 0221 – 524242 wird gebeten.